Rostock
Rostock, Germany

CPT Drucksondierung in Rostock – zuverlässige Baugrundaufschlüsse für die Küstenregion

In Rostock bestimmen eiszeitliche Rinnen und die holozänen Weichschichten der Warnow-Niederung den Baugrund. Wer hier gründet, hat es fast immer mit gering tragfähigen Mudden, Torflinsen und locker gelagerten Beckensanden zu tun. Die Grundwasserstände im Stadtgebiet liegen oft nur einen Meter unter Gelände, was klassische Bohrungen mit Kerngewinn schnell an ihre Grenzen bringt. Genau hier setzt die direkte Drucksondierung an. Mit dem CPT-Versuch messen wir den Spitzendruck und die lokale Mantelreibung kontinuierlich über die Tiefe und gewinnen ein hochaufgelöstes Schichtenprofil, das keine Störung durch Ausbau oder Spülung erfährt. Besonders in den Hafenerweiterungsgebieten und entlang der B 105 hat sich das Verfahren bewährt, weil es selbst geringmächtige Zwischenlagen zuverlässig erfasst, die eine Standsicherheitsberechnung kippen können. Wer die Baugrunddynamik in Küstennähe kennt, weiß: Ein sauberes CPT-Profil erspart aufwendige Korngrößenanalysen im Nachgang und liefert die Basis für eine realistische Setzungsprognose.

Ein CPT-Profil aus der Rostocker Innenstadt zeigt oft auf den ersten Metern Spitzendrücke unter 1 MPa – das zwingt zur sofortigen Anpassung des Gründungskonzepts.

Leistungsmerkmale in Rostock

Die Drucksondierung in Rostock führen wir nach DIN EN ISO 22476-1:2012 und den Empfehlungen des Arbeitskreises 2.1 der DGGT durch. Entscheidend für die Aussagekraft ist die richtige Gerätewahl. In den weichen, oft organischen Schichten der Rostocker Heide setzen wir Sonden mit einer Mantelfläche von 150 cm² ein, um die Reibungswerte nicht im Messrauschen zu verlieren. Die Eindringgeschwindigkeit halten wir konstant bei 20 mm/s ±5 mm/s – eine Abweichung verfälscht sofort das Reibungsverhältnis Rf. Vor Ort dokumentieren wir neben Spitzendruck qc und Mantelreibung fs auch den Porenwasserdruck u2 mit einem Piezoelement hinter dem Konus. Dieser Wert ist in der Warnow-Niederung oft der einzige Parameter, mit dem wir drainierte von undränierten Bodenzuständen sicher unterscheiden können. Für Baugruben mit hohem Grundwasserandrang ergänzen wir die Sondierung oft durch In-situ-Durchlässigkeitsversuche, um die Versickerungsfähigkeit der Sandhorizonte direkt zu quantifizieren. Die Ergebnisse übertragen wir noch auf der Baustelle in ein digitales Schichtenverzeichnis, das der Tragwerksplaner sofort in sein Berechnungsmodell einlesen kann. Kein Transport von gestörten Proben, kein Warten auf Laborergebnisse für die Vorbemessung.
CPT Drucksondierung in Rostock – zuverlässige Baugrundaufschlüsse für die Küstenregion
CPT Drucksondierung in Rostock – zuverlässige Baugrundaufschlüsse für die Küstenregion
ParameterTypischer Wert
Spitzenwiderstand qc0–50 MPa (typisch 0.3–15 MPa in Rostocker Weichschichten)
Mantelreibung fs0–1 MPa (Auflösung 0.5 kPa)
Porenwasserdruck u20–2 MPa (Filterelement gesättigt)
Reibungsverhältnis Rfberechnet als fs/qc × 100 %
NormDIN EN ISO 22476-1:2012
Bodenklassifikationnach Robertson et al. 1986 (SBTn)
Maximale Sondiertiefe15–25 m (abhängig von Lagerungsdichte)

Kritische Bodenfaktoren in Rostock

Auf einem Rostocker CPT-Messplatz steht die schwere Sondierraupe mit Verankerungsspindeln auf einem lastverteilenden Baggermattensystem. Das Eigengewicht von 14 Tonnen plus 10 Tonnen Ballast reicht in der Regel aus, um den Konus mit konstanter Geschwindigkeit in den Boden zu drücken. Wirklich kritisch wird es aber nicht durch mangelnden Gegendruck, sondern durch die Heterogenität des Untergrunds. Ein Findling aus der Grundmoräne oder ein eingelagerter Torfbrocken kann den Spitzendruck in Sekundenbruchteilen um den Faktor 10 springen lassen. Ein unerfahrener Sondierführer stoppt dann ab, liest einen falschen Grenzwert ab und klassifiziert den Horizont falsch. Unser Messtechniker kennt diese lokalen Tücken und fährt mit Gefühl durch solche Zonen, ohne die Normvorgabe von 20 mm/s zu verletzen. Zusätzlich dokumentieren wir die Neigung der Sonde mit einem eingebauten Inklinometer. Schon eine Schiefstellung von 2° verfälscht die Tiefenzuordnung um mehrere Zentimeter – in Rostocks dünnen Sand-Torf-Wechsellagerungen ein echtes Risiko für die spätere Pfahltragfähigkeit.

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Anwendbare Normen: DIN EN ISO 22476-1:2012 (Drucksondierungen), DGGT AK 2.1 – Empfehlungen des Arbeitskreises Sondierung, Robertson & Wride 1998 – Soil Behaviour Type (SBTn), DIN 4020 – Geotechnische Untersuchungen, DIN 1054:2010-12 – Baugrund – Sicherheitsnachweise

Unsere Leistungen

Unser CPT-Leistungsspektrum für Rostock und die Region Mittleres Mecklenburg deckt alle Bauphasen ab – von der ersten Baugrundvorerkundung bis zur Qualitätssicherung von Tiefgründungen.

Standard-CPT mit mechanischer Sonde

Aufzeichnung von qc und fs bis 15 m Tiefe. Bewährt für Einfamilienhäuser auf locker gelagerten Sanden in Reutershagen und Brinckmansdorf.

Piezocone CPTU

Messung des Porenwasserdrucks u2 zur Bestimmung des Konsolidierungsgrads. Unverzichtbar für Baugruben in der Warnow-Niederung mit hohem Grundwasserstand.

Seismische CPT (SCPT)

Ergänzung um ein Geophonmodul zur Messung der Scherwellengeschwindigkeit Vs. Für erdbebensichere Nachweise nach DIN EN 1998-1/NA in der Zone 1.

CPT mit Widerstandsmessung (RCPT)

Spezielle Sonde zur Erkundung von Altlastverdachtsflächen auf dem ehemaligen IGA-Gelände. Misst die elektrische Leitfähigkeit zur Abgrenzung von Kontaminationsfahnen.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine CPT-Sondierung in Rostock?

Eine einfache mechanische CPT-Sondierung bis 10 m Tiefe liegt in Rostock zwischen €140 und €180 pro Sondierpunkt, je nach Zugänglichkeit. Die genauere CPTU mit Porenwasserdruckmessung kostet zwischen €190 und €250. Hinzu kommen Anfahrtspauschalen und die Auswertung nach DIN EN ISO 22476-1. Ein Angebot erstellen wir immer nach Vorlage des Lageplans.

Bis zu welcher Tiefe können Sie in Rostock sondieren?

In den quartären Lockersedimenten der Rostocker Umgebung erreichen wir mit unserer 20-Tonnen-Raupe in der Regel 15 bis 20 m. Die Endteufe wird meist durch sehr dicht gelagerte Schmelzwassersande oder Geschiebemergel der Weichsel-Kaltzeit begrenzt. Für tiefere Aufschlüsse kombinieren wir die CPT mit einer SPT-Bohrung.

Warum ist die CPTU in der Warnow-Niederung so wichtig?

Weil die holozänen Tone und Mudden extrem setzungsempfindlich und oft unterstätigt sind. Der Porenwasserdruck u2, den die CPTU misst, ist der einzige Parameter, mit dem wir das undränierte Verhalten dieser Schichten direkt beurteilen können. Ohne u2-Messung läuft man Gefahr, die Tragfähigkeit um 30–50 % zu überschätzen.

Kann ich mit einem CPT-Profil direkt Pfähle bemessen?

Ja, das ist einer der Hauptvorteile. Nach dem CPT-basierten Verfahren der DIN 1054 und der EA-Pfähle lässt sich der Pfahlspitzenwiderstand und die Mantelreibung direkt aus qc und fs ableiten. Wir liefern Ihnen die aufbereiteten Werte als ASCII-Datei, die Sie in Ihr Pfahlbemessungsprogramm einlesen können. Eine Kalibrierung über eine Korngrößenanalyse empfehlen wir bei stark wechselnden Horizonten zusätzlich.

Abdeckung in Rostock