Rostock
Rostock, Germany

Erkundung in Rostock

Die Baugrunderkundung in Rostock umfasst sämtliche Verfahren zur Untersuchung der lokalen Untergrundverhältnisse, die maßgeblich von den pleistozänen Ablagerungen der Weichselkaltzeit sowie holozänen Becken- und Moorbildungen geprägt sind. Die Durchführung erfolgt streng nach den Vorgaben der DIN EN 1997-2 und der DIN 4020. Für eine präzise Bestimmung der Lagerungsdichte und der Scherparameter in den oft wechselhaften Sand- und Geschiebemergelschichten ist der CPT-Versuch ein unverzichtbares Werkzeug, das eine nahezu durchgängige Profilierung ermöglicht.

Diese Erkundungen sind die Grundlage für die sichere Gründungsbemessung von Offshore- und Hafenanlagen, Windenergieprojekten sowie dem klassischen Hoch- und Verkehrswegebau in der Region. Die gewonnenen Kennwerte fließen direkt in die geotechnische Nachweisführung ein, um Setzungen und Grundbrüche auszuschließen. Ergänzend zum CPT-Versuch sichern Rammsondierungen und Bohrkernentnahmen die Ergebnisse ab und liefern ein vollständiges Bild des Baugrunds für eine wirtschaftliche Bemessung.

Ein korrekt bemessener Anker nutzt die Scherfestigkeit des Bodens, nicht nur sein Gewicht. Das spart Material und schont die innerstädtische Umgebung.

Leistungsmerkmale in Rostock

Rostock zählt über 209.000 Einwohner und ist das wirtschaftliche Zentrum Mecklenburg-Vorpommerns. Die Hafenentwicklung und der Ausbau der Universität treiben die Nachfrage nach tiefen Baugruben an. Aktive Anker sind vorgespannte Zugglieder, die über eine definierte Krafteinleitung die Wand stützen. Passive Anker wirken dagegen als Reibungselement, das erst bei Bewegung der Wand aktiviert wird. In der Praxis kombinieren wir beide Systeme, um die Verformung auf wenige Millimeter zu begrenzen. Unsere Bemessung folgt dem Teilsicherheitskonzept des Eurocode 7 und berücksichtigt die spezifischen Randbedingungen der Rostocker Küstenregion. Die hohe Grundwasserleitfähigkeit der sandigen Zwischenlagen erfordert eine wasserdichte Ankerkopfausbildung. Bei Hochhausprojekten im Stadtteil Reutershagen setzen wir auf temporäre Anker mit Doppelkorrosionsschutz, die nach Bauende wieder ausgebaut werden können, um das Nachbargrundstück frei von dauerhaften Einbauten zu halten.
Aktive und passive Ankerbemessung in Rostock – geotechnische Sicherheit für maritime Baugruben
Aktive und passive Ankerbemessung in Rostock – geotechnische Sicherheit für maritime Baugruben
ParameterTypischer Wert
PrüfverfahrenDIN EN 1537:2013
AnkerartLitze, Gewindestab, temporär/permanent
Vorspannkraft (aktiv)100–2.000 kN
Kriechmaß (ks)< 1,0 mm (nach DIN 4125)
KorrosionsschutzKlasse I (DIN EN 1537)
Typische Prüflast1,1-fache Gebrauchslast
Verpressdruck3–8 bar (je nach Bodenart)

Kritische Bodenfaktoren in Rostock

Der Geschiebemergel in Rostock ist ein steifer bis halbfester Boden mit eingelagerten Findlingen. Diese Findlinge können beim Bohren den Bohrstrang blockieren und zu Fehlstellen im Verpresskörper führen. Wir begegnen diesem Risiko mit einer pilotierten Bohrung und einem lückenlosen Verpressprotokoll. In den weichen Beckensedimenten der Warnowniederung ist die Mantelreibung deutlich geringer. Hier versagt ein zu kurz bemessener Anker nicht schlagartig, sondern kriecht langsam. Das ist tückisch. Nach DIN 4125 prüfen wir deshalb jeden Daueranker mit einer Kriechversuchsstrecke über mindestens 15 Minuten. Ein weiteres Problem ist der schwankende Grundwasserspiegel, der in Küstennähe nur 1,5 bis 2 Meter unter Gelände liegt. Wir dimensionieren die freie Stahllänge so, dass die Krafteinleitungsstrecke immer unterhalb des niedrigsten zu erwartenden Wasserstands liegt, um Korrosion und hydraulischen Grundbruch zu vermeiden.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

Anwendbare Normen: DIN EN 1537:2013 – Verpressanker, DIN 1054:2021 – Baugrund; Sicherheitsnachweise, Eurocode 7 (DIN EN 1997-1:2014-03), DIN 4125 – Verpressanker; Kurzzeit- und Langzeitversuche

Unsere Leistungen

Unser technisches Angebot zur Ankerbemessung in Rostock gliedert sich in zwei Kernbereiche, die je nach Projektphase und Baugrundmodell ineinandergreifen.

Bemessung aktiver Litzenanker

Vorgespannte Systeme für rückverankerte Spund- und Bohrpfahlwände. Wir definieren die freie Stahllänge und die Verpressstrecke anhand der lokalen Bodenkennwerte. In Rostock berücksichtigen wir dabei die oft geringe Mantelreibung im Beckenschluff und die Gefahr von Findlingen im Geschiebemergel. Jede Bemessung schließt mit einem Prüfprogramm nach DIN EN 1537 ab.

Passive Verpressanker und Bodennägel

Für Baugruben, die nur geringe Verformungen zulassen, berechnen wir die Tragwirkung passiver Anker. Diese Lösung ist wirtschaftlich bei nachträglichen Unterfangungen in der dichten Bebauung der Rostocker Altstadt. Die Aktivierung erfolgt erst bei Wandbewegung, was eine besonders genaue Verformungsprognose nach der Finite-Elemente-Methode voraussetzt.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet die Bemessung einer Ankeranlage für eine Baugrube in Rostock?

Die statische Bemessung und das Prüfkonzept bewegen sich je nach Anzahl der Ankerlagen und Baugrundkomplexität zwischen €1.040 und €3.710. Einfache Nachweise mit Standardsoftware liegen am unteren Ende, während FE-gestützte Verformungsanalysen mit Kriechversuchsauswertung das obere Ende ausmachen. Hinzu kommen die Baustellenversuche durch ein ausführendes Unternehmen.

Wann setzt man aktive statt passive Anker ein?

Aktive Anker werden vorgespannt und nehmen sofort Last auf. Sie sind die erste Wahl, wenn die Verformung der Baugrubenwand auf unter 10 mm begrenzt werden muss, etwa bei angrenzender historischer Bausubstanz in der Rostocker Innenstadt. Passive Anker sind wirtschaftlicher, wenn geringe Wandverschiebungen toleriert werden können und der Boden ausreichend steif reagiert.

Wie wird die Dauerhaftigkeit der Anker im Rostocker Küstenboden sichergestellt?

Wir schreiben einen Doppelkorrosionsschutz nach Klasse I der DIN EN 1537 vor. Das bedeutet eine werksseitige Kunststoffummantelung des Stahlzugglieds plus eine nachträgliche Zementsteinummantelung durch die Verpressung. Die freie Stahllänge liegt zudem immer unterhalb des korrosiven Grundwasserspiegels, was durch ein lückenloses Verpressprotokoll nachgewiesen wird.

Welche Prüfungen sind bei Verpressankern vorgeschrieben?

Jeder Anker durchläuft eine Eignungsprüfung mit stufenweiser Belastung und Kriechmessung über mindestens 15 Minuten. Bei Dauerankern folgt eine Abnahmeprüfung an mindestens zehn Prozent der Anker. Die Kriterien richten sich nach DIN 4125 und DIN EN 1537. Wir legen im Vorfeld die zulässigen Kriechmaße und Grenztragfähigkeiten für den Rostocker Baugrund fest.

Abdeckung in Rostock

Verfügbare Leistungen