Rostocks geologischer Untergrund besteht großflächig aus Geschiebemergel und sandigen Ablagerungen der letzten Eiszeit – ein Erbe, das die Bemessung flexibler Fahrbahnen direkt beeinflusst. In Stadterweiterungen wie Brinckmansdorf oder entlang der B 103 stoßen wir regelmäßig auf heterogene Tragschichten mit schwankendem Feinkornanteil. Der CBR-Wert fällt dort oft unter 10 %, vor allem nach Starkregen, wenn die natürliche Dränage der Deckschichten versagt. Eine solide Korngrößenanalyse deckt früh auf, ob der anstehende Boden als Frostschutzschicht taugt oder ein Bodenaustausch nötig wird. Für die Oberbauklasse Bk3.2 nach RStO 12 dimensionieren wir die Asphaltpakete so, dass sie dem Schwerverkehr aus dem Überseehafen standhalten – ohne dass der Unterbau nachgibt. Rostock verlangt Fahrbahnbefestigungen, die den salzhaltigen Wind von der Ostsee ebenso verkraften wie die Lastwechsel aus dem Kreuzfahrtterminal. Unser Labor prüft jede Schicht: Verdichtungsgrad, Verformungsmodul Ev2, Hohlraumgehalt.
Ein CBR-Wert unter 5 % im Planum erfordert in Rostock zwingend eine Bodenverfestigung – sonst versagt die flexible Fahrbahn innerhalb von drei Frostperioden.
Leistungsmerkmale in Rostock

Kritische Bodenfaktoren in Rostock
Die RStO 12 schreibt für Rostocks Küstenklima eine frostsichere Gesamtdicke vor, die den lokalen Frostindex von rund 65 cm abdeckt – eine Unterschreitung um nur 10 cm führt hier zu Frosthebungen, die den Asphalt in einer Saison zerstören. Das größte Risiko liegt jedoch im unzureichend verdichteten Planum: In den maritim beeinflussten Beckensedimenten nahe der Warnow treten Setzungen auf, die sich erst nach sechs Monaten vollständig ausbilden. Ohne In-situ-Durchlässigkeit und Verdichtungskontrolle riskiert der Auftraggeber Blow-ups im Sommer und Schlaglöcher nach dem ersten Frost-Tau-Wechsel. Auch die Wahl des falschen Bindemittels – etwa ein 50/70 statt des polymermodifizierten 25/55-55 A für hochbelastete Busbuchten – verkürzt die Nutzungsdauer drastisch. Unsere Prüfingenieure dokumentieren jeden Einbauschritt lückenlos: Temperaturprofil beim Einbau, Walzverdichtung, Schichtdickenmessung per Bohrkern. Nur so erreicht die flexible Fahrbahn ihre kalkulierte Lebensdauer von 30 Jahren.
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Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum deckt die Bemessung flexibler Fahrbahnen von der Vorerkundung bis zur Abnahmeprüfung ab – immer abgestimmt auf die Rostocker Bodenverhältnisse und das lokale Belastungsprofil.
Geotechnische Voruntersuchung & CBR-Test
Entnahme von gestörten und ungestörten Proben im Trassenverlauf; CBR-Laborversuch nach DIN EN 13286-47 zur Bestimmung der Tragfähigkeit des Planums. Inklusive Frostempfindlichkeitsklassifikation nach ZTV E-StB.
Rechnerische Dimensionierung nach RStO 12
Ermittlung der Belastungsklasse Bk1.8–Bk100 aus Verkehrszählung und Prognose; Festlegung des frostsicheren Oberbaus; Schichtdickenberechnung mit PaDesTo unter Berücksichtigung der örtlichen Frostzone Rostock.
Qualitätssicherung & Kontrollprüfungen
Plattendruckversuch Ev2/Ev1 auf jeder Lage, Asphalteinbauüberwachung mit Temperaturprofil, Bohrkernentnahme und Marshall-Analyse, Ebenheitsmessung nach Abnahme. Dokumentation für Gewährleistungsansprüche.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet die Bemessung einer flexiblen Fahrbahn für ein Gewerbegrundstück in Rostock?
Für die vollständige Bemessung flexibler Fahrbahnen inklusive Baugrunderkundung, CBR-Versuchen und rechnerischem Aufbau nach RStO 12 rechnen Sie bei einem typischen Gewerbegrundstück in Rostock mit Kosten zwischen €1.720 und €5.190, abhängig von Trassenlänge und notwendigen Laborversuchen. Der Preis umfasst das geotechnische Gutachten, den Dimensionierungsbericht und die Abnahme der Tragschicht.
Welche Vorteile hat eine flexible Fahrbahn gegenüber einer starren Betondecke im Rostocker Klima?
Flexible Fahrbahnen aus Asphalt passen sich Setzungen des Untergrunds besser an – ein entscheidender Vorteil auf den setzungsempfindlichen Geschiebemergeln Rostocks. Zudem sind sie schneller einzubauen (Verkehrsfreigabe nach Abkühlung, nicht erst nach 28 Tagen Erhärtung), einfacher zu reparieren und zeigen bei Frost-Tau-Wechseln weniger Spannungsrisse als starre Platten. Für Busspuren mit hohen Horizontalkräften empfehlen wir jedoch polymermodifizierte Bindemittel, um Spurrinnen zu vermeiden.
Wie läuft die Prüfung des Untergrunds für eine neue Einfahrtsstraße in Rostock ab?
Wir beginnen mit Rammsondierungen und Schürfgruben entlang der Trasse, um Schichtaufbau und Grundwasserstand zu bestimmen. Aus dem Planum entnehmen wir Proben für CBR-Versuche und die Korngrößenanalyse. Nach Einbau der Frostschutz- und Tragschicht messen wir den Verformungsmodul Ev2 per Plattendruckversuch. Erst wenn alle Werte die RStO-Vorgaben erfüllen, geben wir den Asphalteinbau frei. Die gesamte Prozedur dauert für eine 100-m-Zufahrt etwa drei Tage.
Muss ich bei einer Sanierung den kompletten Oberbau erneuern oder reicht eine neue Deckschicht?
Das hängt vom Schadensbild ab. Oberflächliche Ausmagerungen oder Griffigkeitsverlust lassen sich mit einem Dünnschichtbelag beheben. Treten jedoch Netzrisse, Verformungen oder Frosthebungen auf, liegt das Problem meist in der Tragschicht oder im Planum. In dem Fall ist eine Sanierung nur der Deckschicht unwirtschaftlich – die Risse spiegeln sich innerhalb eines Jahres durch. Wir analysieren den Bestand per Bohrkern und Falling Weight Deflectometer, bevor wir eine Sanierungsempfehlung geben.