Rostock
Rostock, Germany

Felddichtebestimmung nach Sandkegelverfahren in Rostock – belastbare Werte für den Unterbau

Ein klassischer Fehler im Erdbau der Küstenregion: Man verlässt sich auf die Verdichtungskontrolle per Rammsonde und wundert sich später über Setzungsrisse in der Fahrbahndecke. Die dynamische Sondierung liefert nur indirekte Widerstandswerte – den tatsächlichen Verdichtungsgrad des eingebauten Bodens misst sie nicht. Das rächt sich besonders auf den sandigen, teils kalkhaltigen Geschiebeböden, die für Rostocks Baugrund so typisch sind. Wir setzen deshalb auf die direkte Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2. Der Kalibriersand fließt in die entnommene Grube, der Volumenersatz ist physikalisch eindeutig – keine Korrelation, keine Hochrechnung. So erhalten Sie binnen 20 Minuten einen belastbaren Wert für Trockendichte und Verdichtungsgrad direkt aus der eingebauten Lage. Kein Ratespiel, sondern eine messbare Grundlage für die Abnahme.

Ein Prozent Abweichung im Verdichtungsgrad kann unter Verkehrslast zehn Millimeter zusätzliche Setzung bedeuten – das Sandkegelverfahren misst diese Differenz.

Leistungsmerkmale in Rostock

Rostock hat rund 210.000 Einwohner und wächst entlang der Warnow weiter nach Süden. Die Neubaugebiete in Brinckmansdorf und der Ausbau der L22 verlangen nach Baugrund, der hält. Die oberflächennahen Sande und Geschiebemergel erreichen ihre geforderte Tragfähigkeit nur, wenn der Einbau stimmt. Unser Sandkegelversuch greift genau dort ein: Er prüft die Trockendichte der fertig verdichteten Schicht im Feld – der einzige direkte Nachweis, dass der Proctor-Wert aus dem Labor tatsächlich erreicht wurde. Wir arbeiten mit geeichten Kegelgeräten und kalibriertem Normsand, das Prüflochvolumen wird auf ein Gramm genau bestimmt. Bei grobkörnigen Böden mit Überkorn passen wir den Versuch an und dokumentieren den Korrekturfaktor. Das Verfahren ist simpel, aber die Sorgfalt beim Ausheben des Prüflochs und beim Einfüllen des Sandes entscheidet über die Genauigkeit. Unsere Techniker kennen die Tücken von feuchtem Ostseesand, der bei zu schnellem Ausheben nachrieselt und das Volumen verfälscht.
Felddichtebestimmung nach Sandkegelverfahren in Rostock – belastbare Werte für den Unterbau
Felddichtebestimmung nach Sandkegelverfahren in Rostock – belastbare Werte für den Unterbau
ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN 18125-2:2011-03
BestimmungsgrößeTrockendichte ρd [g/cm³]
VerdichtungsgradDPr = ρd / ρPr × 100 [%]
Max. Korngröße≤ 63 mm (mit Überkornkorrektur)
Prüfdauer je Punktca. 15–20 min
KalibriersandNormsand mit bekanntem Größtkorn
GerätebasisPlexiglas-Sandkegelgerät mit Ventil

Kritische Bodenfaktoren in Rostock

Rostocks Wetter ist tückisch: Winterstürme von der Ostsee, Sommerhitze auf freien Baufeldern – beides verändert den Wassergehalt des Bodens innerhalb von Stunden. Ein zu trockener Sand lässt sich kaum verdichten, ein zu nasser Geschiebemergel schmiert unter der Walze und baut Porenwasserüberdrücke auf. Die Felddichtebestimmung deckt solche Einbaufehler sofort auf, bevor die nächste Lage geschüttet wird. Das Risiko einer unzureichenden Verdichtung ist kein theoretisches: In Rostock haben wir immer wieder Baugruben gesehen, bei denen nach Starkregen die Leitungsgräben nachsackten, weil der Verfüllboden nicht lagenweise geprüft worden war. Besonders kritisch wird es bei gemischtkörnigen Böden mit wechselnden Feinanteilen – hier streut die Trockendichte stark, und nur eine engmaschige Prüfung mit dem Sandkegel zeigt, ob der geforderte Verdichtungsgrad von mindestens 97 % DPr auf der gesamten Fläche eingehalten ist.

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Anwendbare Normen: DIN 18125-2:2011-03 (Versuchsdurchführung), ZTV E-StB 17 (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Erdbau), DIN EN 13286-2 (Proctorversuch als Bezugsgröße), TP BF-StB Teil B 8.3 (Technische Prüfvorschriften)

Unsere Leistungen

Die Felddichtebestimmung ist nie ein isolierter Einzelversuch. Sie ist eingebettet in die Qualitätssicherung des gesamten Erdbauwerks – vom Baugrund bis zur Oberbaudicke. Folgende Leistungen ergänzen die Dichteprüfung sinnvoll:

Verdichtungskontrolle im Straßenbau

Lagenweise Prüfung des Verdichtungsgrads auf Frostschutzschicht und Schottertragschicht nach ZTV E-StB. Wir dokumentieren jeden Prüfpunkt mit Koordinate und Einbautiefe – direkt verwertbar für die Bauabnahme.

Dichteprüfung in Leitungsgräben und Anschlussbereichen

Verfüllung von Leitungsgräben ist eine klassische Schwachstelle. Wir prüfen in der engen Grabenzone mit angepasstem Arbeitsraum den Verdichtungsgrad und sichern die Gleichmäßigkeit der Einbauqualität ab.

Proctorversuch als Referenzdichte

Ohne gültigen Proctorwert ist der Verdichtungsgrad aus dem Sandkegelversuch nicht bestimmbar. Wir führen die Proctorversuche (DIN 18127) parallel oder vorab im eigenen Labor durch und stellen die Referenzdichte bereit.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Rostock?

Für die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelgerät vor Ort in Rostock und Umgebung liegen die Kosten üblicherweise zwischen €90 und €130 pro Prüfpunkt, abhängig von der Anzahl der Messpunkte pro Baustellentag und der Entfernung. Bei mehr als acht Punkten am selben Tag reduzieren sich die Kosten pro Punkt spürbar.

Bei welchen Bodenarten ist das Sandkegelverfahren in MV anwendbar?

Das Verfahren eignet sich gemäß DIN 18125-2 für bindige und nichtbindige Böden bis zu einem Größtkorn von 63 mm. In den typischen Rostocker Geschiebeböden mit Steinen über 63 mm ist eine Überkornkorrektur erforderlich. Bei stark durchlässigen, rolligen Kiesen stoßen wir an Grenzen, weil das Prüfloch nicht formstabil bleibt – dann weichen wir auf ein Ersatzverfahren aus.

Wie viele Prüfpunkte brauche ich für die Abnahme einer Tragschicht?

Die ZTV E-StB 17 gibt die Prüfhäufigkeit vor: in der Regel ein Punkt je 300 m² je eingebauter Lage, bei kleinen Flächen unter 600 m² mindestens drei Punkte. Wir legen das Raster gemeinsam mit der Bauleitung fest, sodass die örtliche Bauüberwachung lückenlos dokumentiert ist.

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